{"id":278,"date":"2011-03-23T12:53:39","date_gmt":"2011-03-23T11:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ff-eddelak.de\/wcms\/?page_id=278"},"modified":"2012-12-09T11:52:58","modified_gmt":"2012-12-09T10:52:58","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wir-uber-uns\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h3>Die Freiwillige Feuerwehr in der Eddelaker Dorfchronik<\/h3>\n<p>Das Ziel der Freiwilligen Feuerwehr ist es seit \u00fcber 100 Jahren das gleiche geblieben: Dem N\u00e4chsten, der in Not geraten ist, zu helfen, Schaden vom heimatlichen Ort abzuwenden und f\u00fcr die Dorfgemeinschaft einzustehen. Bei Br\u00e4nden in den D\u00f6rfern Dithmarschens wurden 1866, also bis das Land preu\u00dfisch wurde, Brandwehren eingesetzt, zu der zwangsweise alle m\u00e4nnlichen Einwohner zwischen 20 und 60 Jahren geh\u00f6rten. In den H\u00e4usern hatten Patschen und Noteimer ihren festen Platz. Ging das Feuerhorn, hatten sich damit die Einwohner sofort zum Brandplatz zu begeben. Diese Brandwehren waren recht undisziplinierte Haufen, mit denen im Ernstfall nicht viel anzufangen war. Die Br\u00e4nde nahmen meist gro\u00dfe Umf\u00e4nge an. Die ersten nach 1846 gegr\u00fcndeten Freiwilligen Feuerwehren erwiesen sich dagegen als recht schlagkr\u00e4ftige Einheiten. Auch in Dithmarschen entstanden schon fr\u00fch eine derartige Wehr, 1847 in Heide. Sie musste aber nach der ungl\u00fccklich verlaufenen Erhebung Schleswig-Holsteins gegen D\u00e4nemark wieder aufgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Als das Land dann nach dem Krieg von 1866 gegen \u00d6sterreich preu\u00dfisch wurde, kam es, angeregt durch entsprechende Regierungserlasse, verst\u00e4rkt zur Gr\u00fcndung von Freiwilligen Feuerwehren, dass es sich lohnte, einen Provinzialverband zu gr\u00fcnden. Seit 1892 gibt es auch Kreisfeuerwehrverb\u00e4nde.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" \" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_001.jpg\" alt=\"Ein altes Gruppenfoto der Eddelaker Wehr\" width=\"250\" height=\"164\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Ein altes Gruppenfoto der Eddelaker Wehr<\/p><\/div>\n<p>Wo in den Ortschaften Spritzen vorhanden waren, wurden diese meist von den Freiwilligen Feuerwehren \u00fcbernommen. Die Brandwehr trat ins zweite Glied. Sie wurde zur Reserve umfunktioniert, die nur noch gelegentlich \u00fcbte und gerufen wurde, wenn es ganz \u201edick\u201c kam, also nur bei sehr gro\u00dfen Feuern. In den Freiwilligen Feuerwehren herrschte damals eine strenge Hierarchie, an deren Spitze die M\u00e4nner der Steigerabteilung standen. Fast das gleiche Ansehen hatten Strahlrohrf\u00fchrer. Das Gros der Wehr aber stellten die Spritzenmannschaften, die Schwerarbeit an den Handdruckspritzen zu leisten hatten. Sie arbeiteten mit Abl\u00f6sung in zwei Schichten sozusagen.<\/p>\n<p>Bei stundenlangen Eins\u00e4tzen stellte sich meist ein erheblicher Grad an Ersch\u00f6pfung ein. Kein Wunder, dass es das Bestreben der M\u00e4nner war, aus dieser Abteilung m\u00f6glichst zum Strahlrohrf\u00fchrer oder sogar zum Steiger aufzusteigen.<\/p>\n<p>Den Einheitsfeuerwehrmann, der sp\u00e4ter im Zeitalter der Motorspritzen propagiert wurde und der alles k\u00f6nnen muss, gab es vor 100 Jahren noch nicht.<br \/>\nHeute ist die Feuerwehr schon wieder dabei das Konzept des Einheitsfeuerwehrmanns aufzul\u00f6sen. Zwar durchl\u00e4uft jedes Mitglied selbstverst\u00e4ndlich noch die Grundausbildung. Die Spezialisierung aber setzt schon wieder ein, weil die Technik ein immer h\u00f6heres Ma\u00df ank\u00f6nnen verlangt. So erg\u00e4nzen heute Sonderlehrg\u00e4nge f\u00fcr Maschinisten, Funker und Atemschutztger\u00e4tetr\u00e4ger, sowie in technischen Hilfeleistungen, die Normalausbildung.<\/p>\n<h3>Die Gr\u00fcndung<\/h3>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_002.jpg\" alt=\"Ein Teil der Gr\u00fcdungsurkunde von 1881\" width=\"250\" height=\"175\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Ein Teil der Gr\u00fcdungsurkunde von 1881<\/p><\/div>\n<p>Unsere Wehr wurde am 10. Juli 1881 gegr\u00fcndet. Damals traf man sich bei der Witwe Thiessen, hiesig, in der sp\u00e4teren Gastwirtschaft Popp, der heutigen Durchfahrt von Werner Dohrn in der S\u00fcderstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Das Gr\u00fcndungsprotokoll h\u00e4ngt gerahmt im Feuerwehrger\u00e4tehaus. Es lautet: \u201eBehufs Bildung einer freiwilligen Feuerwehr f\u00fcr den L\u00f6schdistrikt: Dingen-Warfen, Behmhusen-Westerb\u00fcttel und Lehe sind die Unterzeichneten auf Grund zu entwerfen der Statuten als aktive Mitglieder der Feuerwehr fungieren. Zur Entwerfung der Statuten, Vorlegung von Vorschl\u00e4gen zur Anschaffung von Apparaten und Bereitstellung der n\u00f6tigen Geldmittel zur Erreichung des statuarischen Zwecks wird eine Kommission erw\u00e4hlt, bestehend aus:<\/p>\n<ol>\n<li>Steiger M\u00fcgge als Vorsitzender<\/li>\n<li>Kirchspielschreiber Grosch als Schriftf\u00fchrer<\/li>\n<li>Jakob Wilkens<\/li>\n<li>Uhrmacher Embke<\/li>\n<li>Tischler Peter Hintz<\/li>\n<li>der Vorsitzende des L\u00f6schdistrikts H. Ehlers zu Warfen\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Von den 19 anwesenden Interessenten wurden diese sechsk\u00f6pfige Kommission gew\u00e4hlt. Schon 10 Tage sp\u00e4ter, am 31. Juli 1881, wurde die 1. ordentliche Versammlung einberufen, bei der die ausgearbeiteten Statuten und die Dienstverordnung angenommen wurden.<\/p>\n<p>Durch Stimmzettel w\u00e4hlte die Versammlung Johann Boi Hanno, damals Besitzer des Thorm\u00e4hlenschen Hofes, zum Hauptmann.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_003.jpg\" alt=\"Gott zur Ehr - dem N\u00e4chsten zur Wehr\" width=\"250\" height=\"175\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Gott zur Ehr &#8211; dem N\u00e4chsten zur Wehr<\/p><\/div>\n<p>Die Mannschaft teilte sich in Steiger und L\u00f6schzug und w\u00e4hlte jede f\u00fcr sich ihren F\u00fchrer, und zwar den Klempnermeister Jakob Wilkens bei den Steigern und den Bauern S\u00fchl Schomacker f\u00fcr den L\u00f6schzug.<\/p>\n<p>Eine alte Spritze, die im L\u00f6schdistrikt Eddelak vorhanden war, wurde der jungen Feuerwehr \u00fcbergeben. Durch Spenden, verlorene Zusch\u00fcsse der Sparkasse und verschiedene Feuerversicherungen war es m\u00f6glich, die n\u00f6tigsten Ger\u00e4te, wie Gurte, Leitern, Patschen zu beschaffen. Es vergingen 3 Jahre, bis die 32 Wehrm\u00e4nner, so viele waren es inzwischen, ihre ersten Uniformen bekamen, neue graue Joppen, die von den Schneidern Ha\u00df und Hansen f\u00fcr sechs Mark bei einem Stoffpreis von 3,40 Mark pro Elle angefertigt wurden.<\/p>\n<h3>Das erste Ger\u00e4tehaus<\/h3>\n<p>1885 konnte aus Abbruchmaterial einer Scheune in der S\u00fcderstr. das erste Spritzenhaus mit dem auffallend gro\u00dfen Trockenturm gebaut werden. Bis dahin diente ein Anbau an der Nordseite des Kirchturms als Ger\u00e4tehaus.<\/p>\n<p>Die Feuerwehrleute mussten sich immer auf 3 Jahre Dienst verpflichten. Nach Ablauf dieser Zeit konnten sie ausscheiden oder sich f\u00fcr weitere drei Jahre verpflichten. Man verga\u00df von Anfang an nicht des Lebens Freuden bei allem Ernst im Dienst.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_004.jpg\" alt=\"Tag der offenen Tuer 1979\" width=\"250\" height=\"166\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Tag der offenen T\u00fcr 1979<\/p><\/div>\n<p>Es hei\u00dft zur Vorbereitung des drei\u00dfigj\u00e4hrigen Stiftungsfestes:<br \/>\n<em>\u201eDie Ausf\u00fchrung wird dem Festkomitee \u00fcberlassen. Dieselben haben daran festzuhalten, dass f\u00fcr den Kommers ca. 120l Bier, 8 Bowlen Punsch und zwei Kisten Zigarren f\u00fcr die Kameraden angeschafft werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In einem Interview erz\u00e4hlt unser Fris\u00f6r Alfred Nickels, dass er 1930 auch in die Feuerwehr eintreten wollte. Man nahm ihn aber nicht, weil er damals noch in der Averlaker Stra\u00dfe im Haus seiner Eltern (heute Nicklaus) wohnte und das zu weit \u201eut de Kehr\u201c war.<\/p>\n<p>1937 stellte er noch einmal den Antrag und wurde aufgenommen. Alfred Nickels bet\u00e4tigte das Feuerhorn f\u00fcr den Bezirk Theeberg und \u201ePissb\u00fcdelsgang\u201c, wie der heutige Kampweg damals im Volksmund hie\u00df.<\/p>\n<p>Wenn Nickels seinen Kollegen das Feuerhorn das Feuerhorn blasen h\u00f6rte, nahm er seins, rannte zur T\u00fcr und blies einige Male t\u00fcchtig hinein. Dann wusste der andere \u201eEr hat\u00b4s geh\u00f6rt\u201c. Anschlie\u00dfend lief Nickels tutend durch die Stra\u00dfen, um die Wehrm\u00e4nner in diesem Ortsteil zum Dienst zu rufen. Die Pferde auf Schomackers Koppel an der Schulstr., die die Spritze zu ziehen hatten, galoppierten beim Ruf des Feuerhorns sofort zum Heck.<\/p>\n<p>Man erz\u00e4hlt sogar, manchmal setzten sie dar\u00fcber und rannten zum Ger\u00e4tehaus, das ja ganz in der N\u00e4he war. Ob das letztere nun ganz stimmt, wusste Nickels auch nicht genau.<\/p>\n<h4>Die Eins\u00e4tze<\/h4>\n<p>Am Theeberg brannte einmal der Bauer Kloppenburg, heute das Anwesen Diedrichs. Trotz schnellem Einsatz war nichts zu retten.<br \/>\nEin anderes Mal brannte es in Behmhusen. Es war stockfinstere Nacht und die Wehrm\u00e4nner suchten Wasser. Pl\u00f6tzlich schrie einer: \u201eHier, hier is Water, ick sitt mitten bin. Da stand er im Fleet bis zum Bauch.<\/p>\n<p>Einmal hatte man alles auf einen zweir\u00e4drigen Anh\u00e4nger geladen und war zu einem anderen Brand in Behmhusen geeilt. Dort stellte man entsetzt fest, dass man in aller Hast vergessen hatte, die Spritze, die sich zur Reparatur beim Schmied M\u00fcgge befand, abzuholen und mitzunehmen. Bis zum Jahre 1962 gab es immer nur aus den Zuggr\u00e4ben und den Fleeten L\u00f6schwasser.<\/p>\n<p>Damals stellte man einen Weidekorb ins Wasser, tat dorthin den Saugkorb des Schlauches, damit der Schlauch nicht durch Bl\u00e4tter , Astwerk u. a. aus dem Fleet verstopfte. Dann begann das L\u00f6schen.<\/p>\n<h4>Die Technik h\u00e4lt Einzug<\/h4>\n<p>Die erste moderne Handdruckspritze wurde 1926 durch eine Magirus Motorspritze ersetzt. Der Hauptmann Haack hatte daf\u00fcr gearbeitet. Immerhin hatte Eddelak nach Meldorf als zweite Feuerwehr im Kreis so eine moderne Spritze.<\/p>\n<p>Als sie dann eintraf, fehlten 2.400 Mark. Hauptmann Haack rief die Eddelaker zum Spenden auf. Schnell kam die fehlende Summe zusammen, und stolz berichtete Haack: \u201eEs gab kaum einen, der weniger als 20 Mark spendete.\u201c<\/p>\n<p>1946 wurde von der ehemaligen deutschen Wehrmacht ein Opel-Blitz, Baujahr 1940, als L\u00f6schfahrzeug \u00fcbernommen. Die TS8\/8 wurde in einem Anh\u00e4nger mitgef\u00fchrt.<br \/>\n1948: Da das alte Ger\u00e4tehaus in der S\u00fcderstra\u00dfe mehr als bauf\u00e4llig war, wurde am Sportplatz ein neues errichtet, das bis zum Jahre 1979 seinen Dienst erf\u00fcllte. Man brauchte kein Turm zum Schl\u00e4uchetrocknen mehr, das wurde in Brunsb\u00fcttel gemacht. Viel wird berichtet in der Presse \u00fcber die Feste, die die Wehrm\u00e4nner mit ihren Frauen und den B\u00fcrgern feierten.<br \/>\nSo fand 1951 das 70j\u00e4hrige Stiftungsfest mit dem Spielmannszug Meldorf statt. 1956 feierte man dann das 75j\u00e4hrige mit einem Wecken des Ostermoorer Spielmannszuges durch den Ort, mit einem Kirchgang und Kranzniederlegung am Ehrenmal unter der Obhut von Wehrf\u00fchrer Johannsen, mit einer L\u00f6sch\u00fcbung der Wehren Eddelak, Averlak-Blangenmoor und Brunsb\u00fcttel Nord am Heitmannschen Gasthof und mit dem abschlie\u00dfenden Festkommers in Suhr\u2018s Hotel.<\/p>\n<p>Vor dem Tanz gab es meistens ein Theaterst\u00fcck, f\u00fcr das viele Jahre Alfred Nickels als Speelbaas die Leitung hatte. Sp\u00e4ter wurde er abgel\u00f6st von der Theatergruppe unter der Leitung von Rudolf Moritz.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_005.jpg\" alt=\"Die abgebrannte Scheune von S\u00f6hl 1965\" width=\"250\" height=\"148\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Die abgebrannte Scheune von S\u00f6hl 1965<\/p><\/div>\n<p>In der Chronik der Wehr finden wir aus dem Jahre 1962 die Dankesurkunde des Landkreises S\u00fcderdithmarschen f\u00fcr die w\u00e4hrend der schweren Sturmflut am 16.\/l7. Februar geleisteten Dienste.<\/p>\n<p>In diesem Jahr bekam man ein neues L\u00f6schfahrzeug, ein TSF (Staffelbesetzung 1\/5), das aber schon 1967 durch ein LF8TS mit Vorhaupumpe ersetzt wurde, weil ersteres zu klein war.In den Jahren 1962 bis 1965 trieb n\u00e4mlich ein Feuerteufel im Raum Eddelak- Brunsb\u00fcttel sein Unwesen.<\/p>\n<p>Die Eddelaker Wehr wurde in dieser Zeit stark gefordert und hart gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Gesamtschaden 1.574.000 Mark<\/p>\n<ul>\n<li>07.04.1962 Scheune von Erich Behrens in Brunsb\u00fcttel 4.000 Mark<\/li>\n<li>20.04.1962 Scheune von Heinrich Piehl in Brunsb\u00fcttel 180.000 Mark<\/li>\n<li>22.07.1962 Zwei Wirtschaftsgeb\u00e4ude von J\u00fcrgen Mohr in Osterbelmhusen 180.000 Mark<\/li>\n<li>11.11.1962 Scheune von Klaus Schomaker in Eddelak 85.000 Mark<\/li>\n<li>17.12.1962 Scheune von Reimer Schmielau in Blangenmoor 50.000 Mark<\/li>\n<li>06.01.1963 Scheune von Otto Dohrn in Westerb\u00fcttel 150.000 Mark<\/li>\n<li>13.01.1963 Scheune von Hans Wulff in Blangenmoor 150.000 Mark<\/li>\n<li>30.06.1963 Stall von Hermann Ahlers in Brunsb\u00fcttel 5.000 Mark<\/li>\n<li>16.09.1963 Wirtschaftsgeb\u00e4ude von Paul Bucholz in Belmermoor 150.000 Mark<\/li>\n<li>05.11.1963 Wirtschaftsgeb\u00e4ude von Frau Paulsen in Westerb\u00fcttel 200.000 Mark<\/li>\n<li>06.01.1964 Wirtschaftsgeb\u00e4ude von Karl Timmermann in Westerb\u00fcttel<\/li>\n<li>13.08.1964 Scheune von Hermann Siemen in Westerb\u00fcttel 190.000 Mark<\/li>\n<li>04.11.1964 Wirtschaftsgeb\u00e4ude von Paul Buchholz in Westerb\u00fcttel 230.000 Mark<\/li>\n<li>11.12.1964 Schweinestall von Heinrich Kloppenburg in Westerb\u00fcttel 25.000 Mark<\/li>\n<li>21.02.1965 Stall und Wirtschaftsgeb\u00e4ude von Reimer S\u00f6hl in Westerb\u00fcttel 150.000 Mark<\/li>\n<li>25.07.1965 Stall und Wirtschaftgeb\u00e4ude des Bauern Dohrn in Westerb\u00fcttel 150.000 Mark<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die erste Motorspritze<\/h3>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_007.jpg\" alt=\"Anzeige f\u00fcr eine Motorspritze gleicher Bauart\" width=\"250\" height=\"198\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Anzeige f\u00fcr eine Motorspritze gleicher Bauart<\/p><\/div>\n<p>Am 28. September 1926 stellt der damaliger Wehrf\u00fchrer Johannes Haack \u00fcber die Gemeinde einen Antrag an den Kreis \u00fcber eine Beihilfe zur Anschaffung einer Motorspritze. Diese sollte 5000 Reichsmark kosten.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_008.jpg\" alt=\"Die Auftragsbest\u00e4tigung der Motorspritz im Wert von 4650,-- Reichsmark\" width=\"250\" height=\"347\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Die Auftragsbest\u00e4tigung der Motorspritz im Wert von 4650,&#8211; Reichsmark<\/p><\/div>\n<p>Doch dieser Antrag kam zu einem ung\u00fcnstigen Zeitpunkt. Die Kassen im Feuerwehrwesen waren gebeutelt. Bereits ein Jahr zuvor hatte die Landesbrandkasse, die bis dahin die Wehren finanzkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt hatte, ihre Zusch\u00fcsse zur\u00fcckschrauben m\u00fcssen.<br \/>\nReformen in der preu\u00dfischen Provinz Schleswig- Holstein hatten die Einnahmen der Landesbrandkasse verringert.<br \/>\nAus diesen Gr\u00fcnden blieben Zusch\u00fcsse von Landesebene zu diesem Zeitpunk aus. Gew\u00e4hrt wurde dagegen ein Darlehen in H\u00f6he von 1000 RM. Sollten bis dahin Mittel zur Verf\u00fcgung stehen sei eine Umwandlung in einen Zuschuss nicht ausgeschlossen.<br \/>\nEin wenig mehr Hoffung machte der zust\u00e4ndige Kreisausschuss. In einem Schreiben vom 02. Oktober hei\u00dft es:<br \/>\n<em>\u201eDer Kreisausschuss kann dem Antrag, betr. Beihilfe zu den Anschaffungskosten einer Motorspritze, erst n\u00e4hertreten, wenn die Frage gekl\u00e4rt ist, welchen Gemeinden die Motorspritze dienen soll. Der Kreistag hat Beihilfen bisher (bis dahin hatte eigentlich nur Meldorf eine Motorspritze bekommen ) nur unter der Bedingung zur Verf\u00fcgung gestellt, da\u00df die zu beschaffende Motorspritze mindestens 3 Gemeinden zur Verf\u00fcgung gestellt wird. [&#8230;]\u201c<\/em><br \/>\nIm Folgenden wurde beschlossen die Pumpe im Bedarfsfall an Brunsb\u00fcttelkoog und Burg auszuleihen. Als Geb\u00fchr wurde ein Satz von 50RM plus Personalkosten von 150RM f\u00fcr eine der beiden bedienenden Personen festgesetzt.<\/p>\n<p>Nach einer Absprache mit dem Landesbranddirektor, &#8211; <em>\u201eAuf Wunsch teile ich EW. Hochwohlgeboren mit, da\u00df die Magirus- Motorspritze f\u00fcr 800l\/Min. Wasserleistung den Normen des Reichsverbandes deutscher Feuerwehringenieure entspricht, f\u00fcr Schleswig- Holstein zugelassen ist. Ihre Gr\u00f6\u00dfe entspricht den Bed\u00fcrfnissen der Gemeinde Eddelak.\u201c<\/em> &#8211; erteilte der Kreisausschuss eine Beihilfe von 800 Reichsmark.<\/p>\n<p>Obwohl die Finanzierung noch nicht gesichert war wurde bestellt. Aus der Auftragsbest\u00e4tigung von Magirus Feuerwehrger\u00e4te GmbH erfahren wir, dass eine \u201ezweir\u00e4drige Magirus-Benzin-Motorspritze Modell M\u00fcnchen mit 800 Liter Minutenleistung\u201c mit der Aufschrift \u201eKirchspiels- Landgemeinde Eddelak 1926\u201c zusammen mit 4x 2m Schlauch, einer Leine, einem Strahlrohr mit Normalkupplungsanschluss und einer extra3 gew\u00fcnschten Petroleum-Lampe geliefert werden sollte.<br \/>\nZwar wurde das Strahlrohr vergessen und der Vergaser der Spritze war schnell defekt aber neue Teile wurden umgehend geliefert.<\/p>\n<p>Nachtr\u00e4glich entschied sich der der Kreisausschuss nun die H\u00e4lfte der Kosten zu \u00fcbernehmen. Im April 1927 empfing die Gemeinde so einen Zuschuss in H\u00f6he von 2800RM. Auch von Seiten Landesbrandkasse gab es gute Nachrichten. So wurde ab Oktober 1927 1000RM zur Finanzierung nachtr\u00e4glich beigesteuert und das Darlehen voll in Zusch\u00fcsse umgewandelt.<\/p>\n<h3>Das liebe Geld und die Not mit der Technik<\/h3>\n<p>Mit der neuen Motorspritze hatte Eddelak im Feuerwehrwesen einen gewaltigen Schritt nach Vorne getan. War diese Art der Wasserf\u00f6rderung einer handbetriebenen Pumpe in Leistung und Personenbedarf weit \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>So finden sich f\u00fcr die Folgejahre viele Rechnungen, die den Einsatz in den umliegenden Wehren dokumentieren. Besonders h\u00e4ufig schien die Motorspritze in diesen Jahren bei der damaligen \u201eMineral\u00f6l- und Asphaltwerke AG\u201c in Ostermoor im Einsatz gewesen zu sein. Zahlreiche Rechnungen und Versicherungsschreiben \u00fcber kaputte Schl\u00e4uche sind noch vorhanden. Damals waren die meisten Schl\u00e4uche noch aus Hanf, gummierte Schl\u00e4uche kamen gerade erst auf, waren aber noch sehr teuer. Die Schl\u00e4uche aus Hanf dichteten erst richtig ab wenn sich der Stoff durch das Wasser ausgedehnt hatte. Die Raffinerier\u00fcckst\u00e4nde in dem L\u00f6schwasser verhinderten dies jedoch, sodass hier einmal fast die kompletten Druckschl\u00e4uche, damals 225m, gewechselt werden mussten.<\/p>\n<p>Doch gerade die Geb\u00fchren f\u00fcr das Leihen der Spritze war h\u00e4ufig Ausgangspunkt f\u00fcr Streitigkeiten. Die Leihgeb\u00fchr sei zu hoch, sie sei unrechtm\u00e4\u00dfig erhoben worden oder die Motorspritze sei gar nicht erst angefordert worden hei\u00dft es in Streitschreiben. In den meisten F\u00e4llen wurde dies jedoch umgehend gekl\u00e4rt. Eine etwas st\u00e4rkere Auseinandersetzung hatte man jedoch 1935 mit der Feuerwehr in Ramhusen.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_009.jpg\" alt=\"So in etwa hat die Motorspritze ausgesehen.\" width=\"250\" height=\"243\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">So in etwa hat die Motorspritze ausgesehen.<\/p><\/div>\n<p>Nach einem Brand am 27. Juni des Jahresforderte die Eddelaker Gemeinde einen Betrag von 56 Reichsmark von Ramhusen. Gemessen an der Kaufkraft entsprechen diese 56 RM in heutiger Zeit etwa 250 Eur. Diese weigerte sich jedoch die Geb\u00fchr zu bezahlen, deren Einf\u00fchrung damals Bedingung des Kreises war, um F\u00f6rdergelder zu zahlen.<br \/>\nRamhusen verwies auf die \u00a720 des Gesetzes \u00fcber das Feuerwehrwesen von 1933 das besagte, dass die nachbarschaftliche L\u00f6schhilfe, damals definiert durch einen Umkreis von 7,5km, unentgeltlich zu leisten sei. Eddelak beharrte auf der Geb\u00fchrenordnung. Es wurde auch der Kreisfeuerwehrverband und Landrat eingeschaltet. Der Kreiswehrf\u00fchrer \u00e4u\u00dferte sich wie folgt zu dem Thema: <em>\u201eZur Nachbarschaftlichen Hilfeleistung, war Eddelack verpflichtet mit einer Spritze auszur\u00fccken, da keine Handdruckspritze vorhanden, musste die Motorspritze ausr\u00fccken. Die berechneten Kosten halte ich zu hoch, welche falls angefordert wohl angemessen w\u00e4ren. Ich empfehle, die Forderung auf Mk. 25,00 zu erm\u00e4ssigen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Reaktionen darauf und die Folgen sind nicht erfasst. Das n\u00e4chste Schreiben ist zwei Monate sp\u00e4ter vom Landrat ausgegangen und gibt Ramhusen Recht. Bis zum 07. Mai 1936 findet sich erneut kein Hinweis auf die Situation bis zu einem erneuten Schreiben vom Landrat: \u201eWie mir mitgeteilt worden ist, soll die Motorspritze aus Eddelak bei dem letzten grossen Brand in Ramhusen nicht ausger\u00fcckt sein, da eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Inanspruchnahme der Motorspritze in diesem Falle nicht gezahlt zu werden brauchte. Nach den massgebenden Bestimmungen muss bei einem Brande in einem Umfange von 7 km kostenlos L\u00f6schhilfe geleistet werden. Ich bitte um eine eingehende \u00c4usserung zur Angelegenheit.\u201c Darauf die Antwort des Amtsvorstehers Schomaker: \u201eDie Motorspritze ist auf meine Veranlassung hin nicht ausger\u00fcckt. Ein Ausr\u00fccken ohne Erstattung der Selbstkosten, wie der Kreisausschu\u00df bei Anschaffung der Motorspritze verf\u00fcgt hat, konnte ich mit R\u00fccksicht auf die Etatlage nicht verantworten, zumal an eine Rettung des Hauses nicht zu denken war und eine Gefahr f\u00fcr Nachbargeb\u00e4ude nicht bestand.\u201c<\/p>\n<h3>Der Feuerteufel<\/h3>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_010.jpg\" alt=\"L\u00f6scharbeiten am Dohrn Hof in Westerb\u00fcttel. Das Geb\u00e4ude brannte bis auf die Grundmauern nieder.\" width=\"250\" height=\"179\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">L\u00f6scharbeiten am Dohrn Hof in Westerb\u00fcttel. Das Geb\u00e4ude brannte bis auf die Grundmauern nieder.<\/p><\/div>\n<p>In den 60er Jahren hielt ein Feuerteufel die Eddelaker Wehr in Atem. Mit dem Brand einer kleinen Scheune in Brunsb\u00fcttel am 07.04.1962 begann eine Serie von Br\u00e4nden zwischen Brunsb\u00fcttel und Eddelak. Alleine in diesem Jahr brannten vier weiter Scheunen und Wirtschaftsgeb\u00e4ude in wenigen Monaten ab. Die Angst besonders der Landwirte in der Region \u2013 \u201eWer von uns wird der N\u00e4chste sein.\u201c \u2013 schien nicht unberechtigt. Im Jahr 1963 gab es erneut 5 Gro\u00dfbr\u00e4nde, an Zuf\u00e4lle glaubte sp\u00e4testens nun Niemand mehr. Viele Landwirte und Bekannte traten in dieser Zeit in die Freiwillige Feuerwehr ein.<\/p>\n<p>Obwohl die Kriminalpolizei umfassend ermittelte konnte zu dieser Zeit kein Brandstifter dingfest gemacht werden. Bis zum August 1965 waren insgesamt 16 Geb\u00e4ude in Flammen aufgegangen die dem Brandstifter zugeschrieben wurden.<\/p>\n<p>Bei einem Brand 1963 verlor Bauer Otto Dohrn seine Scheune in Westerb\u00fcttel. In den Flammen kamen einige seiner Schweine um. Dohrn erhielt einige Tage nach dem Brand eine Postkarte aus Hamburg ohne Absender. Der Unbekannte machte Dohrn den ironischen Vorwurf, dass er auf seine Tiere besser h\u00e4tte aufpassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auf die Stunde genau eine Woche sp\u00e4ter brannte es erneut. Diesmal fiel die Scheune Neben den Brandstiftungen stach ein Unbekannter im gleichen Zeitraum auch 193 Autoreifen auf. Die Polizei vermutete, dass auch hierhinter der gesuchte Brandstifter steckte.<\/p>\n<p>Seit 1965 setzte die Polizei einen Streifenwagen in diesem Gebiet ein, um dem Brandstifter endlich zu fassen. Die Ermittlungen hatten bereits einen Tatverd\u00e4chtigen hervorgebracht, waren aber bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht f\u00fcr eine Festnahme ausreichend.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_011.jpg\" alt=\"Bei den L\u00f6scharbeiten am Dohrn-Hof 1965. Wenig sp\u00e4ter wurde Heinz Carstens festgenommen.\" width=\"250\" height=\"354\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Bei den L\u00f6scharbeiten am Dohrn-Hof 1965. Wenig sp\u00e4ter wurde Heinz Carstens festgenommen.<\/p><\/div>\n<p>Am 25.07.1965 sollte es nun das letzte mal zu einem Brand kommen. An diesem Abend brannte das Wirtschaftsgeb\u00e4ude von Bauern Dohrn in Westerb\u00fcttel. Da das Geb\u00e4ude weder bewohnt noch bewirtschaftet war, daher alle elektrischen Leitungen abgeschaltet waren und es seit l\u00e4ngerem kein Gewitter gegeben hatte, musste erneut von Brandstiftung ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Kurz vor der Entdeckung des Brandes entdeckte der eingesetzte Polizeitrupp einen Mann der auf einem unbeleuchteten Fahrrad auf dem unmittelbaren Weg von dem Dohrn-Hof kam. Die Beamten erkannten den bereits unter Verdacht stehenden Heinz Carstens und verfolgten diesen, der wenig sp\u00e4ter durch das Schlafzimmerfenster in seine Wohnung einstieg.<br \/>\nDas Fahrrad auf dem Carstens fl\u00fcchtete wurde sp\u00e4ter von Beamten aus dem Helser Fleth geborgen und als Beweisst\u00fcck f\u00fcr den Prozess verwand.<\/p>\n<p>In der auf 5 Tage angesetzten Verhandlung sollten 30 Zeugen geh\u00f6rt werden, doch Carstens schien nicht im Geringsten etwas zu bef\u00fcrchten. Er gab sich sehr selbstsicher und erkl\u00e4rte ironisch: \u201eZusammengez\u00e4hlt wird am Ende. Dann wird sich beweisen, da\u00df die Anklage gro\u00dfer Quatsch ist.\u201c. Carstens, der w\u00e4hrend einer etwa einj\u00e4hrigen Untersuchungshaft im Landeskrankenhaus Schleswig auf seinen Geisteszustand untersucht worden war, wird vom Gericht Intelligenz best\u00e4tigt. \u201eEr scheint die Aufmerksamkeit zu genie\u00dfen. Und er liebt es die Leute vorzuf\u00fchren und hinzuhalten.\u201c, so ein Prozessbeobachter.<\/p>\n<p>Carstens wurde zu drei Jahren und vier Monaten Haftstrafe verurteilt weil er vors\u00e4tzlich 16 Br\u00e4nde gelegt und Autoreifen zerstochen hatte.<br \/>\nDie Wehrf\u00fchrer der Region bef\u00fcrchteten neue Br\u00e4nde nachdem Carstens nach zwei Jahren Haft aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden entlassen wurde. Br\u00e4nde gab es in dieser Zeit keine neuen der Art wie Carstens sie gelegt hatte.<br \/>\nAllerdings lief dieser am 03. Oktober 1976 am Heider Bahnhof Amok. Der inzwischen 50 J\u00e4hrige t\u00f6tete drei Menschen, verletzte drei weiter zum Teil schwer und richtete sich anschlie\u00dfen selbst.<\/p>\n<h3>Die letzten Jahre &#8211; 1993-2003<\/h3>\n<p>Das erste Mal, in der damals 113j\u00e4hrigen Tradition der Eddelaker Wehr, erreichte 1993 Klaus Otto v. Posseln die 50j\u00e4hrige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Das Durchschnittsalter der Wehr betr\u00e4gt damals 40,8 Jahre, 37,8 Jahre sind es heute. Ein Jahr sp\u00e4ter musste die Wehr zu einem Gro\u00dfbrand ausr\u00fccken. Die Stallgeb\u00e4ude von Schladetsch in Behmhusen standen in Flammen.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_015.jpg\" alt=\"\u00dcber eine Million DM Schaden bei Brand in Behmhusen\" width=\"250\" height=\"155\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">\u00dcber eine Million DM Schaden bei Brand in Behmhusen<\/p><\/div>\n<p>Von den Tieren konnte nur ein kleiner Teil gerettet werden, ebenso das Wohngeb\u00e4ude. Die Polizei sprach von \u00fcber einer Million DM Schaden.<\/p>\n<p>Nachdem man bereits 1995 mit der Gr\u00fcndung der Jugendwehr einen gro\u00dfen Schritt gemacht hatte, freute man sich ein Jahr sp\u00e4ter \u00fcber den Eintritt von Meike Schoof, der ersten Feuerwehrfrau in der Amtswehr.<br \/>\n\u00dcber ganze 3 Tage war die Wehr 1999 im Einsatz. Die Papierentsorgungsfirma Rhode brannte. Nachdem ein im Inneren glimmender Papierballen angeliefert wurde entz\u00fcndete sich dieser bei dessen Verarbeitung und stecke so die etwa 1500 Tonnen des gelagertes Papiers in Brand. Die \u00fcber 50 Kameraden der gesamten Amtswehr konnten nur noch den B\u00fcrocontainer retten. Die \u00fcbrigen zwei Tage mussten st\u00e4ndig nachgel\u00f6scht werden, um ein erneutes entz\u00fcnden der gepressten Ballen zu verhindert.<\/p>\n<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-image\/g_014.jpg\" alt=\"Brennende Papierballen\" width=\"250\" height=\"121\" align=\"right\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Brennende Papierballen<\/p><\/div>\n<p>Nur wenige Monate sp\u00e4ter erneut ein gro\u00dfer Einsatz. Ein Stallgeb\u00e4ude des Reitvereins Concordia brannte nieder. Dank des g\u00fcnstig stehenden Windes und der Tatsache das die Pferde alle im Freien waren, wurde gr\u00f6\u00dferer Schaden abgewendet und die Reithalle konnte gerettet werden.<\/p>\n<p>2001 erwirbt die Wehr unter Peter Bielenberg das Leistungsabzeichen Silberschild. \u201eIhr habt die \u00dcbung mit den verschiedenen Aufgaben hervorragend gemeistert. Das Ger\u00e4tehaus ist in einem ausgezeichneten Zustand und die Ger\u00e4tschaften alle tipptopp gepflegt. Nachdem ihr 1988 das bronzene Beil und 1991 das silberne Beil geschafft habt, bekommt ihr jetzt das ,Silberschild`. Vielleicht ist das auch eine Motivation f\u00fcr die umliegenden Wehren, sich solch einer Leistungsbewertung zu unterziehen\u201c, so der damalige Kreisbrandmeister Uwe Eisenschmidt beim \u00dcberreichen der Plakette.<br \/>\nBei dem Tag der offenen T\u00fcr 2002 musste auf das LF16 verzichtet werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Katastrophenschutz und damit auch das Fahrzeug in Dresden um dort bei der Elbeflut Hilfe zu leisten.<\/p>\n<p>Auch in der j\u00fcngeren Vergangenheit r\u00fcckte die Wehr zu gr\u00f6\u00dferen Schadenslagen aus. So half man im Jahr 2003 der Wehr Brunsb\u00fcttel bei dem Brand des Teppichhandels Knutzen. Bei diesem Stand eine Lagerhalle in Flammen. Nur einen Monat zuvor hatte man Volsemenhusen unterst\u00fctzt. In Ramhusen brannten Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude eines Hofes.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-content\/backward-document\/Chronik_Web.pdf\">als PDF herunterladen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Freiwillige Feuerwehr in der Eddelaker Dorfchronik\nDas Ziel der Freiwilligen Feuerwehr ist es seit \u00fcber 100 Jahren das gleiche geblieben: Dem N\u00e4chsten, der in Not &hellip;","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":264,"menu_order":30,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-278","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=278"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1072,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/278\/revisions\/1072"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}