{"id":603,"date":"1980-12-03T00:00:00","date_gmt":"1980-12-03T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=603"},"modified":"1980-12-03T00:00:00","modified_gmt":"1980-12-03T00:00:00","slug":"heute-halt-reimer-kuhl-seine-abschiedsrede-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1980\/heute-halt-reimer-kuhl-seine-abschiedsrede-20\/","title":{"rendered":"Heute h\u00e4lt Reimer K\u00fchl seine Abschiedsrede"},"content":{"rendered":"<h2>\u201eEs ist noch viel zu tun packen wir es an&#8220;<\/h2>\n<p>Diekhusen-Fahrstedt (dk). Heute leitet Reimer K\u00fchl zum letzten Mal die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes. F\u00fcr ihn hei\u00dft es nach 17 Jahren und drei Monaten Abschied nehmen vom aktiven Dienst. In der Versammlung wird er einen R\u00fcckblick halten und dann die \u201eMacht \u00fcber 4000 Feuerwehrm\u00e4nner&#8220; an Wilhelm Br\u00fche abgeben.<br \/>Wir besuchten Reimer K\u00fchl in seiner Wohnung in Diekhusen-Fahrstedt und sprachen mit ihm \u00fcber seine Amtszeit. Schon vor 33 Jahren trat er in den aktiven Feuerwehrdienst. Sehr schnell wurde er Wehrf\u00fchrer in seiner Gemeinde, und 1959 \u00fcbernahm er das Amt des Amtswehrf\u00fchrers. Vier Jahre sp\u00e4ter, 1963, wurde er Kreisbrandmeister und trat die Nachfolge von Otto Bornholdt aus Meldorf an. 1970, im Zuge der Gebietsreform, wurde er Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes f\u00fcr den neuen Kreis Dithmarschen. Diese 17 Jahre an der Spitze der Feuerwehren sind es wert, einer Betrachtung unterzogen zu werden. In nur knapp zehn Jahren gelang es K\u00fchl dank seines Verhandlungsgeschickes, die Vollmotorisierung der \u00f6rtlichen Wehren durchzusetzen. Gl\u00fcck war dabei auch, da\u00df in der Zeit des Aufbaus die Mittel reichlich flossen. Zwar gab es zwischendurch immer finanzielle Durststrecken zu \u00fcberwinden, aber letztlich konnte Reimer K\u00fchl sich bei den Politikern immer f\u00fcr seine Feuerwehren durchsetzen. Politik ist auch ein Stichwort in seinem Leben. \u201eMeine Partei ist die Feuerwehr&#8220;, verk\u00fcndet er daher nicht ohne Stolz. Mehrfach wurde versucht, ihn auch f\u00fcr die Parteiarbeit zu gewinnen, aber Reimer K\u00fchl blieb seinem Grundsatz immer treu.<br \/>Geschafft wurde in den vergangenen Jahren auch der \u201eeinfache Schlauchtausch&#8220;. Die Wehren bekommen nach ihren Eins\u00e4tzen von den beiden Feuerwehrzentralen Heide und Brunsb\u00fcttel immer gleich sauberes Material im Tausch gegen das Gebrauchte angeliefert. Diese Beschaffungsaktion lief \u00fcber einige Jahre, und heute geh\u00f6rt das zu den Selbstverst\u00e4ndlichkeiten genauso wie die Ausr\u00fcstung mit Funkger\u00e4ten.<br \/>Einen Blick in die Zukunft mu\u00df er aber dennoch tun. Keineswegs sind die gro\u00dfen Aufgaben in der Feuerwehr abgeschlossen. Auch sein Nachfolger wird den Weg der weiteren Modernisierung der Wehren beschreiten m\u00fcssen. Neue Feuerwehrzentralen und in den St\u00e4dten neue Ger\u00e4teh\u00e4user stehen auf dem mittelfristigen Programm. Dann ist auch die Ausbildung der Feuerwehrm\u00e4nner noch ein weites Feld. Immer mehr Aufgaben und immer kompliziertere Technik und immer neue Feuerrisiken in den Gemeinden zwingen die Freiwilligen zu immer intensiverer Schulung. Ein Feuerwehrmann mu\u00df heute Spezialist auf vielen Gebieten sein, und dieses Fachwissen immer auf einem aktuellen Stand zu halten, bedeutet viel Arbeit.<br \/>Reimer K\u00fchl selbst ist \u00fcberzeugt, da\u00df sein Nachfolger in di\u00e4sem Sinne arbeiten wird. Er ist seiner Meinung nach auch der richtige Mann. Schon seit Jahren an der Spitze der Feuerwehr t\u00e4tig und als Sachbearbeiter bei der<br \/>Kreisverwaltung mit dem Aufgabengebiet der Feuerwehr betreut, kennt er die Materie wie kaum ein anderer. Seinerzeit, bei seiner Amts\u00fcbernahme, habe man ihm auch viele gute Ratschl\u00e4ge mit auf den Weg gegeben. Einen humorvollen Rat hat er in besonderer Erinnerung behalten. Otto Bornholdt, wie Reimer K\u00fchl Feuerwehrmann mit Leib und Seele, auch nie ein Kind von Traurigkeit gewesen, hat gesagt: Du kannst gern mit den Jungs einen Kleinen nehmen, aber h\u00fcte dich vor dem Tresen, da gehst du unter.&#8220;<br \/>Den Rat m\u00f6chte er allen mitgeben, die ein solches Amt \u00fcbernehmen. Reimer K\u00fchl selbst hat jetzt sehr viel Zeit f\u00fcr seine vielen anderen Aufgabe. Wichtig ist f\u00fcr ihn dabei aber vor allem, da\u00df er jetzt auch mehr Zeit f\u00fcr seine Familie hat. Fr\u00fcher war er manchmal an 200 Abenden im Jahr nicht zu Hause &#8211; die Leidtragende war immer seine Frau, und sie, da sp\u00fcrt man die Dankbarkeit bei ihm, habe immer viel Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr gezeigt. Wenn es dann mit den Feuerwehrkameraden ans Feiern ging, hat er sie selbstverst\u00e4ndlich immer mitgenommen. Reimer K\u00fchl will sich jetzt ganz seiner Gemeinde und seinem Fu\u00dfballverein widmen. Er ist B\u00fcrgermeister von Diekhusen-Fahrstedt und Vorsitzender des \u00f6rtlichen Fu\u00dfballvereins. Reimer K\u00fchl, fr\u00fcher selbst aktiv auf dem Spielfeld, vers\u00e4umt kein Spiel seiner Mannschaft, egal, ob es sich um Heimspiele oder aber um Ausw\u00e4rtsspiele handelt.<br \/>In der Gemeinde will er sich intensiv um die Probleme seiner B\u00fcrger k\u00fcmmern, also einen \u201eRuhestandskoller&#8220; l\u00e4\u00dft er gar nicht erst aufkommen. \u201eSobald wie m\u00f6glich&#8220;, Reimer K\u00fchl stopft bed\u00e4chtig sein Markenzeichen, die Pfeife, mit einem St\u00fcck Zigarre, \u201ewill ich mit meiner Frau in den Urlaub fahren. Jahrelang haben wir das entbehren m\u00fcssen.&#8220; Und mit einem kleinen Augenzwinkern setzt er noch hinzu: \u201eSoll auch ein kleines Dankesch\u00f6n f\u00fcr Muttern sein, da\u00df sie unter meinem Beruf als Feuerwehrmann hat leiden m\u00fcssen.&#8220; Reimer K\u00fchl war auch f\u00fcr seine Wehren so engagiert, da\u00df das mit einem Ehrenamt kaum noch etwas gemein hatte. Viel Verst\u00e4ndnis hat er auch bei seinem Arbeitgeber und bei seinen Kollegen gefunden. Sie alle haben ihn letztlich zu unserem Wohl dabei unterst\u00fctzt.<br \/>Vergessen m\u00f6chte er bei dieser Betrachtung aber auch nicht Johann Burhenne aus Marne, der die 17 Jahre mit ihm als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Feuerwehrverbandes ausgehalten hat. Auch er wird die Arbeit bald in j\u00fcngere H\u00e4nde abgeben. F\u00fcr einen Au\u00dfenstehenden mag kaum zu ermessen sein, wie wichtig diese zweieinhalb Jahrzehnte Dienst am B\u00fcrger waren. Reimer K\u00fchl geh\u00f6rt mit zu den profiliertesten M\u00e4nnern im Kreise. Er ist das Ma\u00df, das seinem Nachfolger angelegt wird, und da hat Reimer K\u00fchl Vertrauen, da\u00df dies Ma\u00df auch pa\u00dft.<br \/>Wir, und mit uns viele B\u00fcrger, w\u00fcnschen Reimer K\u00fch in seinem wohlverdienten Ruhestand alles Gute. Er wird der Feuerwehr mit seinem Abschied nicht verloren sein. Sein Rat wird auch in Zukunft noch viel Gewicht haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eEs ist noch viel zu tun packen wir es an&#8220;\nDiekhusen-Fahrstedt (dk). Heute leitet Reimer K\u00fchl zum letzten Mal die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes. 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