{"id":610,"date":"1981-05-27T00:00:00","date_gmt":"1981-05-27T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=610"},"modified":"1981-05-27T00:00:00","modified_gmt":"1981-05-27T00:00:00","slug":"vor-100-jahren-bei-der-wehr-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1981\/vor-100-jahren-bei-der-wehr-31\/","title":{"rendered":"Vor 100 Jahren bei der Wehr"},"content":{"rendered":"<h2>Aufstieg zum Steiger an der Spitze<\/h2>\n<p>Dithmarschen (bb) Bei Br\u00e4nden in den D\u00f6rfern Dithmarschens wurden bis 1866, also bis das Land preu\u00dfisch wurde, Brandwehren eingesetzt, zu der zwangsweise alle m\u00e4nnlichen Einwohner zwischen 20 und 60 Jahren geh\u00f6rten. In den H\u00e4usern hatten Patschen und Noteimer ihren bestimmten Platz. Ging das Feuerhorn, hatten sich die Einwohner damit sofort zum Brandplatz zu begeben.<br \/>Diese Brandwehren waren meist recht undisziplinierte Haufen, mit denen im Ernstfall nicht viel anzufangen war. Die Br\u00e4nde nahmen meist recht gro\u00dfe Umf\u00e4nge an. Die ersten nach 1846 gegr\u00fcndeten Freiwilligen Feuerwehren erwiesen sich dagegen als recht schlagkr\u00e4ftige Einheiten. Auch in Dithmarschen entstand schon fr\u00fch eine derartige Wehr, 1847 in Heide. Sie mu\u00dfte aber nach der ungl\u00fccklich verlaufenen Erhebung Schleswig-Holsteins gegen D\u00e4nemark wieder aufgel\u00f6st werden.<br \/>Als das Land dann nach dem Krieg von 1866 gegen \u00d6sterreich preu\u00dfisch wurde, kam es angeregt durch entsprechende Regierungserlasse verst\u00e4rkt zur Gr\u00fcndung von Freiwilligen Feuerwehren aus Dithmarschen. 1872 gab es in Schleswig-Holstein schon so viele Freiwillige Feuerwehren, da\u00df es sich lohnte einen Provinzialverband zu gr\u00fcnden. Seit 1892 gab es auch Kreisfeuerwehrverb\u00e4nde.<br \/>Wo in den Ortschaften Spritzen vorhanden waren, wurden diese meist von der Freiwilligen Feuerwehr \u00fcbernommen. Die Brandwehr trat ins zweite Glied. Sie wurde zur Reserve umfunktioniert, die nur noch gelegentlich \u00fcbte und gerufen wurde,<br \/>wenn es ganz \u201edick&#8220; kam, also nur bei sehr gro\u00dfen Feuern. In den Freiwilligen Feuerwehren herrschte damals eine strenge Hierarchie, an deren Spitze die M\u00e4nner der Steigerabteilung standen, fast das gleiche Ansehen hatten die Strahlrohrf\u00fchrer. Das Gros der Wehr aber stellten die Spritzenmannschaften, die Schwerarbeit an den Handdruckspritzen zu leisten hatten. Sie arbeiteten mit Abl\u00f6sung in zwei Schichten sozusagen.<br \/>Bei stundenlangen Eins\u00e4tzen stellte sich meist ein erheblicher Grad an Ersch\u00f6pfung ein. Kein Wunder, da\u00df es das Bestreben der M\u00e4nner war, aus dieser Abteilung m\u00f6glichst zum Strahlrohrf\u00fchrer oder sogar zum Steiger aufzusteigen. Den Einheitsfeuerwehrmann, der sp\u00e4ter im Zeitalter der Motorspritze propagiert wurde und der alles k\u00f6nnen mu\u00dfte, gab es vor 100 Jahren noch nicht. Heute ist die Feuerwehr schon wieder dabei, das Konzept des Einheitsfeuermannes aufzul\u00f6sen. Zwar durchl\u00e4uft jedes Mitglied selbstverst\u00e4ndlich noch die Grundausbildung. Die Spezialisierung aber setzt schon wieder ein, als die Technik ein immer h\u00f6heres Ma\u00df an K\u00f6nnen verlangte. So erg\u00e4nzen heute Sonderlehrg\u00e4nge f\u00fcr Maschinisten, Funker und Atemschutzger\u00e4tetr\u00e4ger sowie in technischen Hilfeleistungen die Normalausbildung.<br \/>Das Ziel der Freiwilligen Feuerwehren aber ist seit \u00fcber 100 Jahren das gleiche geblieben: Dem N\u00e4chsten, der in Not geraten ist, zu helfen, Schaden vom heimatlichen Ort abzuwenden und f\u00fcr die Dorfgemeinschaft einzustehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aufstieg zum Steiger an der Spitze\nDithmarschen (bb) Bei Br\u00e4nden in den D\u00f6rfern Dithmarschens wurden bis 1866, also bis das Land preu\u00dfisch wurde, Brandwehren eingesetzt, zu &hellip;","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-610","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=610"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/610\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}