{"id":625,"date":"1983-10-05T00:00:00","date_gmt":"1983-10-05T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=625"},"modified":"1983-10-05T00:00:00","modified_gmt":"1983-10-05T00:00:00","slug":"skandal-nach-unfall-in-averlak-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1983\/skandal-nach-unfall-in-averlak-56\/","title":{"rendered":"Skandal nach Unfall in Averlak"},"content":{"rendered":"<h2>Schwerverletzt eingeklemmt &#8211; Feuerwehr stritt um Opfer<\/h2>\n<p>Averlak\/Brunsb\u00fcttel. Die junge Frau lag hilflos in den Tr\u00fcmmern des Wagens. Die Feuerwehr mu\u00dfte her, die Au<br \/>toseite aufbrechen. Und dann<br \/>beginnt ein Kapitel in der Dithmarscher Feuerwehrge<br \/>schichte, das man nur mit verst\u00e4ndnislosem Kopfsch\u00fctteln zur Kenntnis nehmen<br \/>kann &#8230;<br \/>Zun\u00e4chst der Unfallhergang: Am Dienstag kurz nach 20.30 Uhr auf der Hauptstra\u00dfe in Averlak, in H\u00f6he der Gastst\u00e4tte Paulsen. Ein Ford f\u00e4hrt in Richtung Eddelak, schneidet &#8211; so eine Zeugenaussage, die leichte Linkskurve. Dabei kommt ihm der Opel Kadett entgegen, in dem die 20j\u00e4hrige Frau aus Averlak am Steuer sitzt. Sie wird, schwer verletzt, in ihrem Wagen eingeklemmt.<br \/>Auch der Fahrer des Fords, ein 44j\u00e4hriger Mann aus Kuden, wird bei dem Zusammensto\u00df schwer verletzt. Es besteht der Verdacht, da\u00df er unter Alkoholeinflu\u00df am Steuer sa\u00df &#8230;<br \/>Die Polizei verst\u00e4ndigte per Funk die Einsatzleitstelle: Die junge Frau mu\u00df mit der Rettungsschere aus den Fahrzeugtr\u00fcmmern befreit werden. Die Einsatzleitstelle alarmiert die Averlaker Feuerwehr. Die r\u00fcckt aus, doch ohne das ben\u00f6tigte Rettungswerkzeug!<br \/>\u00fcber die Einsatzleitstelle geht der Alarm weiter an die Eddelaker<br \/>Wehr. Die hat eine Rettungsschere. Doch der Wagen mit diesem Ger\u00e4t ist gerade in Meldorf bei einem Funklehrgang. Die Eddelaker Wehr gibt der Einsatzleitstelle jedoch durch, sie werde die Rettungsschere besorgen &#8230;<br \/>Die Leitstelle will darauf nicht warten. Sie ruft die Feuerwehr in St. Michaelisdonn zur Hilfe.<br \/>In Brunsb\u00fcttel hat die Feuerwehr den Funkverkehr mitgeh\u00f6rt. Die M\u00e4nner entscheiden sich, zur Hilfe zu eilen. Sie verst\u00e4ndigen die Leitstelle, die wiederum St. Michaelisdonn zur\u00fcckbeordert.<br \/>Die Brunsb\u00fctteler Helfer kommen mit ihrem Rettungsger\u00e4t zum Unfallort und werden unfreundlich empfangen: \u201eWas wollt ihr denn hier. Wir werden schon alleine fertig.&#8220;<br \/>Ohne die Hilfe der gut ausger\u00fcsteten Nachbarwehr in Anspruch zu nehmen, stemmen die Averlaker Wehrleute m\u00fchsam das Fahrzeugwrack auf, so da\u00df die junge Frau nach gut einer halben Stunde endlich mit dem Rettungswagen in das Brunsb\u00fctteler Kreiskrankenhaus geschafft werden kann. Die Nachbarn durften lediglich f\u00fcr Licht am Unfallort sorgen.<br \/>So etwas geschieht, obwohl alle Welt wei\u00df, da\u00df Minuten, ja oft Sekunden, \u00fcber Tod und Leben eines Schwerverletzten entscheiden k\u00f6nnen. Die junge Frau&#8220; h\u00e4tte sterben k\u00f6nnen, nur weil die Averlaker Wehr auf ihr Hausrecht pochte.<br \/>Ist denn der jeweilige Einsatzlei<br \/>ter am Unfallort nicht verpflichtet, schnellstm\u00f6gliche Hilfe herbeizuschaffen? M\u00fc\u00dfte der Averlaker Wehrf\u00fchrer nicht schnellstens eine Nachbarwehr mit entsprechendem Rettungsger\u00e4t herbeirufen, wenn er<br \/>sieht, da\u00df seine Wehr nur unzureichend ausger\u00fcstet ist? Kann es angehen, da\u00df angesichts eines schwer verletzten Unfallopfers fachm\u00e4nnische Hilfe einfach in den Wind geschlagen wird?<br \/>Wer w\u00e4re mit der Schuld fertig geworden, wenn die 20j\u00e4hrige in den Tr\u00fcmmern des Opels gestorben w\u00e4re, blo\u00df weil die Averlaker \u201eihr&#8220; Opfer selbst retten wollten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwerverletzt eingeklemmt &#8211; Feuerwehr stritt um Opfer\nAverlak\/Brunsb\u00fcttel. Die junge Frau lag hilflos in den Tr\u00fcmmern des Wagens. Die Feuerwehr mu\u00dfte her, die Autoseite aufbrechen. 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