{"id":627,"date":"1983-10-08T00:00:00","date_gmt":"1983-10-08T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=627"},"modified":"1983-10-08T00:00:00","modified_gmt":"1983-10-08T00:00:00","slug":"um-der-menschenleben-willen-58","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1983\/um-der-menschenleben-willen-58\/","title":{"rendered":"Um der Menschenleben willen"},"content":{"rendered":"<h2>Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken<\/h2>\n<p>Liebe<br \/>Feuerwehrm\u00e4nner!<br \/>Damit kein falsches Bild stehenbleibt: Die Leistungen, die Einsatzbereitschaft und der Opferwille der Feuerwehrleute wird von mir in keiner Weise angezweifelt. Ich habe selbst im Laufe der Jahre oftmals miterleben d\u00fcrfen, wie Feuerwehrleute Leib und Leben riskiert haben, um Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten. Das kann gar nicht hoch genug bewertet werden.<br \/>Dennoch mu\u00df es erlaubt sein, M\u00e4ngel, wie sie bei dem Einsatz in Averlak meines Erachtens aufgetreten sind, aufzuzeigen. Es ist nach meinen Informationen nicht das erste Mal, da\u00df bei solchen Ernstf\u00e4llen der Eindruck entstand, die kleinen Nachbarwehren wollten der gro\u00dfen Stadtwehr &#8218;mal zeigen, was sie k\u00f6nnen. Anstatt auf das umfangreiche Ger\u00e4t dieser Zentralwehren zur\u00fcckzugreifen, wurde versucht, mit der naturgem\u00e4\u00df kleineren Ausr\u00fcstung und zum Teil auch mit viel Improvisationstalent zu retten, was zu retten war.<br \/>Die Gemeinden, der Kreis \u00fcnd das Land geben.Millionen von Mark aus, um leistungsf\u00e4higes Rettungsger\u00e4t bereitzustellen. Dies kann nur an zentralen Standorten geschehen. Dieses Ger\u00e4t mu\u00df von den jeweiligen Einsatzleitern angefordert werden, wenn ein Notfall besteht. Meines Erachtens mu\u00df dabei der Grundsatz gelten: Lieber mehr anfordern als notwendig; immer die Wehr rufen, die am schnellsten kommen kann.<br \/>Die kleinen Ortswehren haben meines Erachtens die Aufgabe, bei Unf\u00e4llen schnell am Unfallort zu sein, die Lage zu erkunden und dann die ben\u00f6tigten Hilfsmittel anzufordern, soweit sie nicht dar\u00fcber verf\u00fcgen.<br \/>Auch m\u00fc\u00dfte gerade bei schweren Verkehrsunf\u00e4llen sofort der Brandschutz sichergestellt werden, damit L\u00f6schwasser bereit ist, falls ein Fahrzeug anf\u00e4ngt zu brennen. In Averlak ist diese vorbeugende Hilfsma\u00dfnahme meines Wissens erst durch die Brunsb\u00fctteler Wehr erfolgt.<br \/>Da\u00df die Averlaker Wehr offensichtlich nicht dar\u00fcber informiert war, da\u00df der Rettungswagen des Kreises eine Rettungsschere an Bord hat, gibt R\u00e4tsel auf. Hat die<br \/>Kreisleitstelle der Wehr nicht gesagt, da\u00df sie auf dieses Ger\u00e4t zur\u00fcckgreifen kann? Warum wurden die Wehren Eddelak und St. Michaelisdonn alarmiert, wenn die Rettungsschere am Unfallort parat lag.<br \/>Der Kreis m\u00fc\u00dfte demnach die Feuerwehren schnellstens mit der Ausr\u00fcstung der modernen Rettungswagen vertraut machen und veranlassen, da\u00df s\u00e4mtliche Wehren im Umgang mit diesem Ger\u00e4t unterrichtet werden. Dann k\u00f6nnen auch Wehren, die nicht \u00fcber solch teure Ausr\u00fcstung verf\u00fcgen, bei Unf\u00e4llen helfen.<br \/>Die junge Frau war fast aus den Tr\u00fcmmern befreit, als die Brunsb\u00fctteler Wehr nach Averlak kam. Vielleicht w\u00e4re sie aber bereits wertvolle Minuten fr\u00fcher aus dem Wrack herausgeholt worden, wenn die Nachbarwehr mit ihrem Ger\u00e4tepark sofort alarmiert worden w\u00e4re.<br \/>Immerhin war einige Zeit damit vergangen, die Eddelaker Wehr zu rufen, und dann &#8211; als die Eddelaker sich anschickten, ihre Rettungsschere aus Meldorf herbeizuschaffen &#8211; die St. Michaelisdonner Zentralwehr (\u00dcberhaupt: wieso schickt die Eddelaker wehr einen gutausger\u00fcsteten Wagen zum Funklehrgang, anstatt ihren ebenfalls mit Funk best\u00fcckten Kleinbus?).<br \/>Das Unfallopfer wurde schlie\u00dflich vom Rettungssanit\u00e4ter des Kreises aus dem Wagen befreit. Diese Sanit\u00e4ter sind mit dem Umgang der Rettungsschere ausgebildet. Sie haben aber strikte Anweisung, sich in erster Linie um die Verletzten zu k\u00fcmmern und k\u00f6nnen sich nicht in Rettungsarbeiten einschalten, solange noch verletzte Menschen zu versorgen sind.<br \/>Mein Wunsch: Die gro\u00dfen und kleinen Feuerwehren eines Gebietes sollten sich \u00f6fter mal zusammensetzen und \u00fcber eine enge Zusammenarbeit bei Notf\u00e4llen reden. Sie sollten sich gegenseitig dar\u00fcber informieren, \u00fcber weiche Ausr\u00fcstung sie verf\u00fcgen, um im Notfall auf das Ger\u00e4t des Nachbarn zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen.<br \/>Es geht um Menschenleben; sie zu retten und Mitmenschen vor Schaden zu bewahren, mu\u00df erstes Ziel sein! Und dahinter mu\u00df jedes Konkurrenzdenken, jedes \u201eDas machen wir selbst, da brauchen wir niemand f\u00fcr&#8220; zur\u00fcckstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken\nLiebeFeuerwehrm\u00e4nner!Damit kein falsches Bild stehenbleibt: Die Leistungen, die Einsatzbereitschaft und der Opferwille der Feuerwehrleute wird von mir in keiner Weise angezweifelt. 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