{"id":683,"date":"1992-11-20T00:00:00","date_gmt":"1992-11-20T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=683"},"modified":"1992-11-20T00:00:00","modified_gmt":"1992-11-20T00:00:00","slug":"laster-schob-sich-unaufhaltsam-auf-stoppstrasse-zu-schutzengel-verhinderte-katastrophe-129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1992\/laster-schob-sich-unaufhaltsam-auf-stoppstrasse-zu-schutzengel-verhinderte-katastrophe-129\/","title":{"rendered":"Laster schob sich unaufhaltsam auf Stoppstra\u00dfe zu &#8211; &#8222;Schutzengel&#8220; verhinderte Katastrophe"},"content":{"rendered":"<h2>Bremsen versagten: Kieslaster landete in K\u00fcche<\/h2>\n<p>ddelak An einer m\u00f6glichen Katastrophe kam gestern morgen Eddelak knapp vorbei. Darin sind sich alle Beobachter einig: Als sich gegen 9.30 Uhr ein mit Sand beladener 30-TonnenLaster bei versagenden Bremsen, aus der Bahnhofstra\u00dfe kommend, unaufhaltsam das Stopschild vor der Hauptstra\u00dfe \u201e\u00fcberfuhr&#8220;, h\u00e4tte alles passieren k\u00f6nnen. Gl\u00fccklicherweise herrschte in dieser Sekunde an diesem normalerweise stark befahrenen St\u00fcck der S\u00fcderstra\u00dfe gerade kein Verkehr, und der Fahrer konnte geistesgegenw\u00e4rtig seinen schweres Fahrzeug in die Baul\u00fccke neben der Sparkasse zw\u00e4ngen. Zwar bekam er dabei die Kurve nicht mehr so ganz. Der Ungl\u00fcckswagen durchbrach mit seinem K\u00fchler die Au\u00dfenwand von Haus Nummer 2, nachdem er noch den davor parkenden Personenwagen zerquetscht hatte.<br \/>Abgesehen von einer leichten Verletzung, die der Fahrer erlitt, und mehreren Schocks, blieb es bei erheblichen Sachsch\u00e4den: Verw\u00fcstet sind der Eingangsbereich und die K\u00fcche in der Wohnung von Erika Schlienger. Das Haus wurde erst einmal polizeilich wegen Einsturzgefahr gesperrt. Selbst die Bewohner durften es erst wieder am Nachmittag betreten.<br \/>Gl\u00fcck hatte dabei auch der 7j\u00e4hrige Heiko Schlienger, der sich wenige Sekunden bevor der Lastwagen einschlug, noch ein Eis aus dem K\u00fchlschrank in<br \/>der wenig sp\u00e4ter zerst\u00f6rten K\u00fcche holte. Zusammen mit seiner Mutter erlebte er vom daneben liegenden Wohnzimmer den Moment: \u201eIch dachte zuerst an eine Explosion im Haus. In Richtung Ausgang oder K\u00fcche haben wir uns nicht gewagt. Erst als uns die Polizei bat, das Haus zu verlassen, kletterten wir aus dem Fenster.&#8220; Anschlie\u00dfend erholten sich Mutter und Sohn in der Gaststube von \u201eSuhr&#8217;s Hotel&#8220; von dem Schreck.<br \/>Michael Arendt und seine Freundin traf es im Obergescho\u00df nicht weniger hart. Das Paar war erst einmal eingesperrt, denn dort, wo einmal die Treppe stand, klaffte nur noch ein Loch und ganz unten sahen beide die K\u00fchlerhaube eines Lastwagens im Flur. Die Bergung des Fahrzeugs der wenig sp\u00e4ter zerst\u00f6rten K\u00fcche holte. Zusammen mit seiner Mutter erlebte er vom daneben liegenden Wohnzimmer den Moment: \u201eIch dachte zuerst an eine Explosion im Haus. In Richtung Ausgang oder K\u00fcche haben wir uns nicht gewagt. Erst als uns die Polizei bat, das Haus zu verlassen, kletterten wir aus dem Fenster.&#8220; Anschlie\u00dfend erholten sich Mutter und Sohn in der Gaststube von \u201eSaht&#8217;s Hotel&#8220; von dem Schreck.<br \/>Michael Arendt und seine Freundin traf es im Obergescho\u00df nicht weniger hart. Das Paar war erst einmal eingesperrt, denn dort, wo einmal die Treppe stand, klaffte nur noch ein Loch und ganz unten sahen beide die K\u00fchlerhaube eines Lastwagens im Flur.<br \/>Die Bergung des Fahrzeugs dauert bis in den Nachmittag<br \/>hinein. Der in Frankfurt wohnende Hausbesitzer war noch nicht zu erreichen, und man bef\u00fcrchtet, da\u00df alles einst\u00fcrzen k\u00f6nne, wenn der Ungl\u00fcckswagen aus dem Durchbruch gezogen wird.<br \/>Wie konnte so etwas geschehen? Ein Lastwagenfahrer, der ebenfalls in Kuden Sand geladen hatte, versuchte sich gegen\u00fcber der DLZ\/BZ in die Lage seines Kollegen zu versetzen, als vermutlich etwa hundert Meter vor der Kirche die Bremsen nicht mehr ansprachen: \u201eDa dr\u00fcckt die Masse, und man f\u00e4hrt immer schneller. Da kann man wenig tun und nur hoffen.&#8220; Zu<br \/>f\u00e4llig herrschte hinter dem Stoppschild diesmal kein Verkehr.<br \/>In Eddelak wird auch nach diesem Unfall der Ruf nach der Umgehungsstra\u00dfe wieder lauter: \u201eWas ma\u00df denn hier noch alles passieren&#8220;, fragten Passanten. Polizeistationsleiter Jan H\u00e4bel fa\u00dfte zusammen: \u201eDa ma\u00df wohl auf der Kirche ein gro\u00dfer Schutzengel gesessen haben, der gleichzeitig auf die Bewohner des Hauses und den Stra\u00dfenverkehr aufpa\u00dfte.&#8220; \u201eWenn da in diesem Augenblick in Eddelaks Hauptstra\u00dfe ein Tankwagen oder ein Omnibus den Abzweig Bahnhof stra\u00dfe passiert h\u00e4tte, w\u00e4re es zu einer Katastrophe gekommen&#8220;, meinten Zuschauer. Wenig sp\u00e4ter fuhr auch Postbotin Anke Finnern auf ihrem Fahrrad an der Stelle vorbei. Auch sie hatte den m\u00e4chtigen Knall geh\u00f6rt und merkte noch an: \u201eWenn ich da etwas fr\u00fcher da gewesen w\u00e4re, gar nicht auszudenken.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bremsen versagten: Kieslaster landete in K\u00fcche\nddelak An einer m\u00f6glichen Katastrophe kam gestern morgen Eddelak knapp vorbei. 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