{"id":684,"date":"1992-11-20T00:00:00","date_gmt":"1992-11-20T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=684"},"modified":"1992-11-20T00:00:00","modified_gmt":"1992-11-20T00:00:00","slug":"fahrer-leicht-verletzt-200-000-mark-schaden-130","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1992\/fahrer-leicht-verletzt-200-000-mark-schaden-130\/","title":{"rendered":"Fahrer leicht verletzt\/200 000 Mark Schaden"},"content":{"rendered":"<h2>Kieslaster macht Mieter obdachlos<\/h2>\n<p>EDDELAK (fub). Was f\u00fcr ein Schreck in der Morgenstunde. Ein schwerbeladener LKW krachte gestern gegen 9.30 Uhr in ein Mehrfamilienhaus, das unmittelbar an der Eddelaker Ortsdurchfahrt gegen\u00fcber der Bahnhofsstra\u00dfe steht. Von da kam der LKW aus Richtung Burg, als dessen Bremsen, laut Aussage des Fahrers, pl\u00f6tzlich versagten und er direkt in die Seitenfront des Hauses rauschte und sich metertief in die Eingangst\u00fcr bohrte. Ein davor parkender Opel Senator war nur noch schrottreif. Au\u00dfer dem Fahrer wurde gl\u00fccklicherweise niemand verletzt. Die Mieter kamen mit dem Schrecken davon, mu\u00dften aber wegen Einsturzgefahr evakuiert werden. Den verursachten Sachschaden beziffert die Polizei auf 200 000 Mark.<br \/>\u201eWo soll ich jetzt blo\u00df hin?&#8220; Erika Schlienger ist v\u00f6llig ratlos, ringt mit der Fassung. Der Schock sitzt ihr und ihrem siebenj\u00e4hrigen Sohn Heiko noch mehr als eine Stunde nach dem Unfall geh\u00f6rig in den Knochen. Seit mehr als acht Jahren wohnt sie in der S\u00fcderstra\u00dfe 2 und nun ist sie obdachlos. Bei einer Tasse Tee im Hotel gegen\u00fcber, der sie nur unzul\u00e4nglich zu beruhigen vermag, erz\u00e4hlt sie, was passierte. Sie befand sich gerade in der ebenerdigen Wohnstube, als sie auf einmal \u201eeinen ungeheuren Knall&#8220; h\u00f6rte. Nur wenige Meter von ihr entfernt war ein Lastwagen &#8211; praktisch in K\u00fcche und Hausflur &#8211; zum Stehen gekommen. Die Angst, die sie sodann \u00fcberfiel, war der kreidebleichen Frau noch ins Gesicht ge<br \/>schrieben. Ihr Sohn schien den Unfall vielleicht sogar geahnt zu haben. \u201eEr f\u00fchlte sich nach dem Aufstehen nicht so gut. Ich mu\u00dfte ihn von der Schule entschuldigen,&#8220; sagt Mutter Schlienger.<br \/>Die Mieter im Dachgescho\u00df erlebten den Aufprall des 40 Tonnen schweren Kieslasters so: \u201eMich ri\u00df es aus dem Schlaf. Ein irre lauter Schlag, alles hat gewackelt und dann ein seltsames Zischen. Als ob ein Autotank explodiert,&#8220; beschreibt Michael Arndt seine Eindr\u00fccke in der Schrecksekunde. Dann ging er zum Fenster und sah die \u201esch\u00f6ne \u00dcberraschung&#8220; direkt unter sich, jedenfalls deren hinteren Teil. Arndts Kumpel Kay Jahnz war b\u00f6se ob des Schicksals seines Opels. \u201eMein sch\u00f6nes Auto,&#8220; wetterte er. \u201eGerade habe ich<br \/>ihn frisch \u00fcber den T\u00dcV gebracht.&#8220; Bei aller Traurigkeit, da\u00df das 7 500 Mark teure Gef\u00e4hrt nun fl\u00f6ten ist, ist sich Jahnz doch seines Gl\u00fcckesgeschicks bewu\u00dft. Er wollte n\u00e4mlich gerade aufbrechen, als der Unfall passierte.<br \/>\u201eF\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter &#8211; und ich w\u00e4r&#8216; selbst platt gewesen,&#8220; \u00fcberdeckt Freude den Kummer. Und mit leichtem Galgenhumor f\u00fcgt er, an seinen Freund gewandt, hinzu: \u201eDas hat auch sein Gutes, Michael. Nun hast Du jedenfalls keinen Arger mehr mit dem T\u00fcrschlo\u00df.&#8220; Das habe n\u00e4mlich immer geklemmt.<br \/>Dem 23j\u00e4hrigen Fahrer des Unfall-LKW, Steffen B., war nat\u00fcrlich gar nicht zum Lachen zumu<br \/>te. Mit verbundener Hand, er hatte an seiner Rechten Schnittwunden davongetragen, sa\u00df er zusammengekauert und zitternd in einem PKW unweit der Unfallstelle. Ein Zeuge, dem er daf\u00fcr sehr dankbar ist, hat ihn sofort zu einem Arzt gebracht. Den Unfallhergang kann er nur schwer rekonstruieren. Er sei auf die Kreuzung zugefahren, als er merkt: \u201eKeine Bremskraft da. Ich hab&#8216; einfach ins Leere getreten. Auch Pumpen half nichts.&#8220; Geistesgegenw\u00e4rtig rei\u00dft er seinen Magirus Deutz herum und versucht, in eine kleine Seitenstra\u00dfe zwischen Norder und S\u00fcderstra\u00dfe durchzukommen. Aber die Wucht ist zu stark, schon knallt er gegen das Haus und auf den Opel. In seinen<br \/>f\u00fcnf Jahren als Berufskraftfahrer sei ihm soetwas noch nicht passiert.<br \/>Bis in den Nachmittag hinein dauerte die Bergung des Lasters. Mittels eines extra f\u00fcr derartige F\u00e4lle gefertigten Krans einer Heider Firma, der bis zu 40 Tonnen heben kann, wurde das Unfallfahrzeug nach Marne transportiert. Dort wird es heute von der Dekra nach technischen M\u00e4ngeln untersucht, die den Unfall verursacht haben k\u00f6nnen. Das zerst\u00f6rte Haus wurde provisorisch dichtgemacht. Strom und Heizung funktionieren nicht, das Dach droht einzust\u00fcrzen. Die betroffenen Mieter sind zun\u00e4chst in Wohnwagen und einer Obdachlosenwohnung untergebracht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kieslaster macht Mieter obdachlos\nEDDELAK (fub). Was f\u00fcr ein Schreck in der Morgenstunde. 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