{"id":728,"date":"1996-08-12T00:00:00","date_gmt":"1996-08-12T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/?p=728"},"modified":"1996-08-12T00:00:00","modified_gmt":"1996-08-12T00:00:00","slug":"beispielhaft-feuerwehr-eddelak-hat-eine-frau-in-ihren-reihen-201","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-eddelak.de\/wcms\/1996\/beispielhaft-feuerwehr-eddelak-hat-eine-frau-in-ihren-reihen-201\/","title":{"rendered":"Beispielhaft: Feuerwehr Eddelak hat eine Frau in ihren Reihen"},"content":{"rendered":"<h2>L\u00f6schen als \u201eHenne im Korb&#8220;<\/h2>\n<p>\u201eIrgendwann gibt es eine M\u00e4nnerquote bei der Feuerwehr&#8220;, prophezeiht Meike Schoof aus Eddelak. Doch eigentlich k\u00f6nnte sie ein seufzendes \u201esch\u00f6n w\u00e4r&#8217;s&#8220; hinzuf\u00fcgen. Normalerweise ist n\u00e4mlich der Slogan \u201eRetten, Bergen, L\u00f6schen&#8220; ein garantiert m\u00e4nnlicher.<br \/>Wenn der Piepser in der Eddelaker Bahnhofstra\u00dfe 59 ert\u00f6nt, ist die Frau im Haus blitzschnell auf den Beinen und kurz darauf in Overall und Gummistiefeln. So<br \/>~ schnell wie ihr Mann Hans ~ Walther, Wehrf\u00fchrer bei der ; Freiwilligen Feuerwehr Ed<br \/>delak. delak. Die 33j\u00e4hrige erf\u00fcllte ~ sich im vergangenen De<br \/>zember zember einen lange geheg<br \/>ten Traum &#8211; einen, den so<br \/>wenige Frauen tr\u00e4umen. Sie<br \/>scheute damals weder Feuer<br \/>noch Anstrengung, nur ei<br \/>nes fragte sie sich angsterf\u00fcllt: \u201eWie nehmen all die M\u00e4nner das auf?&#8220;. Was da so geredet werde unter den Feuerwehrm\u00e4nnern, das habe sie ja gewu\u00dft als Ehefrau des Wehrf\u00fchrers.<br \/>Genau das war aber auch ihr Vorteil: Die zierliche Mutter zweier Kinder war kein neues Gesicht f\u00fcr die \u201eFreiwilligen&#8220;.<br \/>Keine Vorurteile bei den Kollegen<br \/>Mittlerweile wisse sie, da\u00df da keine Vorurteile bestehen auf dem Land, wo doch \u201esonst alles eher so konservativ ist&#8220;.<br \/>An einem Mittwoch abend brennt es auf dem Gel\u00e4nde des Bunsb\u00fctteler DEA-Werkes. Alle warten auf Wehrf\u00fchrer Peter Bielenberg. Einer der Feuerwehr\u201ern\u00e4nner&#8220; hat die Jak<br \/>ken\u00e4rmel an den Enden umgeschlagen, das schulterlange Haar zusammengebunden. Auf der Brusttasche steht: M. Schoof. M. f\u00fcr \u201eMeike&#8220;. Allein unter den M\u00e4nnern f\u00fchlt sich die 33j\u00e4hrige Mutter zweier Kinder kein bi\u00dfchen einsam. Sie wei\u00df ihre Kollegen richtig anzupacken. \u201eEinen Cola-Whiskey, bitte&#8220;, bestellt sie lachend auf dem Weg nach Brunsb\u00fcttel.<br \/>Bis die 26k\u00f6pfige Truppe anf\u00e4ngt, dem entz\u00fcndeten Petroleum den Garaus zu machen, kann Meike Schoof noch eine letzte Zigarette rauchen. Eine riesige Stichflamme schie\u00dft in den Abendhimmel: Brandstiftung &#8211; aber ausnahmsweise legal, denn \u201egez\u00fcndelt&#8220; hat die DEA-Werksfeuerwehr heute mal selbst, zu \u00dcbungszwecken extra f\u00fcr die Eddelaker. \u201eSo nicht&#8220;, demonstriert Hans Werner<br \/>Schl\u00fcter, indem er das Feuer mit Wasser l\u00f6scht. Was passiert, wenn man eine entz\u00fcndete Fett-Bratpfanne mit Wasser l\u00f6scht, wei\u00df vielleicht Meike Schoof am besten. Heute reduziert sich f\u00fcr so manchen der Einsatz aufs Beobachten &#8211; und das nicht allzu ungern. \u201eKeiner will sich blamieren&#8220;, erkl\u00e4rt Wehrf\u00fchrer Bielenberg die auffallende Zur\u00fcckhaltung bei den L\u00f6sch\u00fcbungen. Da kann auch mal das Objekt total \u201everfehlt&#8220; und \u201eLehrer&#8220; Schl\u00fcter zum \u201eSchneemann&#8220; gemacht werden. Den Volltreffer hat Meike Schoof gelandet und-die Lacher auf ihrer Seite.<br \/>Buchst\u00e4blich geschlaucht ist sie nach der Ubung, doch es ist und bleibt ihr Traumberuf. Die Bitte Bielenbergs, sie solle \u201eWerbung machen&#8220; in Frauenkreisen, l\u00e4\u00dft sie sich bestimmt nicht zwei- \u2022 mal sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"L\u00f6schen als \u201eHenne im Korb&#8220;\n\u201eIrgendwann gibt es eine M\u00e4nnerquote bei der Feuerwehr&#8220;, prophezeiht Meike Schoof aus Eddelak. 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