Atemschutz wird immer wichtiger – nur gemeinsam sind wir stark

Am vergangenen Mittwoch haben sich einige Eddelaker Feuerwehrleute auf einem Sonderdienst gemeinsam mit Kudener und Averlaker Einsatzkräften dem Thema Atemschutz gewidmet. Dieser Dienstabend ist Teil eines Pilotprojektes im Amt Burg-St.Michaelisdonn.
Anfang diesen Jahres haben sich die Feuerwehren Kuden, Averlak, Eddelak und Volsemenhusen überlegt, einige Dienstabende im Jahr mit dem Schwerpunkt Atemschutztraining gemeinsam zu gestalten. Dies ist wichtig, da immer wieder Einsätze stattfinden, bei denen Atemschutzgeräteträger aus unterschiedlichen Feuerwehren zusammenarbeiten müssen. Auf den regulären Dienstabenden übt man immer wieder mit den gleichen Leuten. Das bringt Routine und festigt Können und Wissen. Allerdings nützt es oft nichts, wenn man im Einsatz gezwungen ist, mit völlig anderen Einsatzkräften zusammenzuarbeiten, die eventuell sogar ganz andere Vorgehensweisen nutzen. Durch die gemeinsamen Dienstabende wollen die Feuerwehren erreichen, dass sich die Feuerwehrleute besser kennen lernen – sowohl feuerwehrtechnisch als auch privat.
Am Mittwochabend übernahm der Kreisausbilder für das Atemschutznotfalltraining, Michael Friederichs, die Dienstgestaltung. Er betonte, dass es unglaublich wichtig sei, immer wieder Grundlagen zu üben. Das verhindert, dass diese wichtigen Grundlagen zur Routine werden. Routine könnte zu Fehlern führen, weil man unachtsam wird, wenn man denkt, man beherrscht diese Schritte. An jenem Abend ging es um die sogenannte Einsatzkurzprüfung des Atemschutzgerätes. Diese muss vor jedem Einsatz und vor jeder Übung von dem Atemschutzgeräteträger durchgeführt werden und kann am Ende über Leben oder Tod entscheiden. Bei dieser Kurzprüfung werden die wichtigsten Funktionsweisen und Werte des Gerätes kontrolliert. Beispielsweise soll die Atemluftflasche 300 bar Luftdruck enthalten (Es gibt eine Tolleranz von maximal zehn Prozent Abweichung). Jedes Atemschutzgerät verfügt über eine Restdrucksignaleinrichtung. Dies ist eine Pfeife, die einen schrillen Pfeifton abgibt, sobald der Luftdruck in der Flasche bei 50 bis 60 bar liegt. Spätestens wenn dieses Signal ertönt ist es das Zeichen in einem Einsatz sofort den Rückzug anzutreten, um nicht irgendwann ohne Atemluft in einem verrauchten Haus zu stehen. Der Pfiff wird geprüft, ohne ihn ist das Gerät nicht einsatzbereit. Weitere Merkmale werden nach dem Einsatz geprüft, wenn eine neue Atemluftflasche eingesetzt wird und das Gerät wieder einsatzbereit gemacht wird.
Wenn bei diesen Prüfungen Fehler passieren, kann es zu schweren Unfällen bei Einsätzen kommen.
Kurz vor dem Ende des Dienstabends haben sich die 24 Feuerwehrleute aus Kuden, Eddelak und Averlak noch die unterschiedlichen Atemschutznotfalltaschen der Wehren angeschaut bevor es dann zum inoffiziellen Teil des Dienstes überging.
Der stellvertretende Amtswehrführer und Eddelaker Wehrführer Eggert Schoof schloss den offiziellen Teil des Dienstes. Er war begeistert von der zahlreichen Teilnahme. Das Feedback der Truppe war durchweg positiv. Diese Form der Dienstgestaltung wird wohl in den nächsten Jahren Einzug halten und fortgesetzt.

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Artikel: Niklas Mundt, FF Eddelak
Fotos: Ole Kröger, FF Averlak