In der Nacht wurden wir um 22:32 Uhr zur Unterstützung der Feuerwehr der Stadt Brunsbüttel mit dem Stichwort FEU 3 (Feuer mit 3 Löschzügen) alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war am Ortsausgang Eddelak ein deutlicher Feuerschein sichtbar.
Vor unserer Alarmierung hatte der Einsatzleiter der Feuerwehr Brunsbüttel das ursprüngliche Stichwort aufgrund der Lage auf FEU 3 (Feuer mit 3 Löschzügen) erhöht. In einer Lagerhalle, in der unter anderem Fahrzeuge untergestellt waren, war ein Brand ausgebrochen.
Unser Einheitsführer wurde vor Ort in den Einsatzabschnitt 3 Wasserversorgung eingeteilt und übernahm dort die Leitung. Ihm zugeteilt wurde das LF 16 TS (Löschfahrzeug mit Tragkraftspritze) sowie das LF 20 Kat/S (Löschfahrzeug Katastrophenschutz), sowie Kräfte der Feuerwehr Brunsbüttel, welche zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung aus einer offenen Wasserentnahmestelle eingesetzt wurden. Damit stellten wir die Wasserversorgung für die eingesetzten Drehleitern sicher, über die die Brandbekämpfung von oben durchgeführt wurde.
Da keine Personen verletzt bzw. vermisst wurden, konnte sich als darauf konzentriert werden die Flammen zu bekämpfen. Das angrenzende Wohnhaus konnte durch massiven Löscheinsatz geschützt werden. Dennoch wurde die Lagerhalle durch die Flammenvollständig zerstört.
Die frostigen Temperaturen von bis zu minus sechs Grad erschwerten die Einsatzmaßnahmen erheblich. Durch das eingesetzte Löschwasser entstand auf der gesamten Einsatzstelle eine starke Glätte. Um die Sicherheit aller Einsatzkräfte zu gewährleisten, musste der Bereich großflächig mit Streusalz abgestreut werden.
Das ELW (Einsatzleitwagen) sowie eine Gruppenbesatzung des HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) übernahmen währenddessen den Grundschutz für das Stadtgebiet Brunsbüttel und die Gemeinde Eddelak, um den Schutz der Bevölkerung weiterhin sicherzustellen.
Wir waren mit 27 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz, darunter 14 Atemschutzgeräteträger.
Mit uns im Einsatz waren die Feuerwehr Brunsbüttel Ort, die Feuerwehr Brunsbüttel Stadt sowie die Feuerwehr Brunsbüttel Süd. Außerdem waren die Polizei, mehrere Fachberater und Dokumentationsteam des Kreisfeuerwehrverbandes, der Rettungsdienst des RKiSH sowie weitere unterstützende Kräfte vor Ort. Für die Nachlöscharbeiten kam unter anderem ein Bagger zum Einsatz, um Glutnester freizulegen und gezielt abzulöschen.
Während der Einsatzmaßnahmen waren die umliegenden Straßen vollständig gesperrt. Eine NINA Warnmeldung wurde herausgegeben.
Gegen 03:30 Uhr wurden wir aus dem Einsatz entlassen. Im Anschluss stellten wir im Gerätehaus die vollständige Einsatzbereitschaft von ELW und HLF wieder her. Im weiteren Tagesverlauf werden sich wieder Kameraden im Gerätehaus einfinden, um die weiteren Fahrzeuge vollständig Einsatzbereit zu machen. Die letzten Kameradinnen und Kameraden konnten gegen 04:00 Uhr das Gerätehaus verlassen.






